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Schadenersatz wegen falschem Investment?



Schadenersatzansprüche verjähren grundsätzlich innerhalb von 3 Jahren ab Kenntnis von Schaden und Schädiger. Dabei trifft den Geschädigten eine Erkundungspflicht, wenn er die für die erfolgversprechende Anspruchsverfolgung notwendigen Voraussetzungen ohne nennenswerte Mühe in Erfahrung bringen kann. In seiner Entscheidung vom 19. September 2013 zu GZ 1 Ob 221/13a hat der Oberste Gerichtshof ausgesprochen, dass für den Fall als ein Anleger falsch beraten wurde, die Verjährungsfrist ab jenem Zeitpunkt zu laufen beginnt, zu welchem er erkannte, dass sein Investment entgegen seinen Wünschen bzw. anderslautender Aufklärung von Seiten des Anlageberaters keine sichere Investitionsform war. Es gilt in diesem Rahmen zu beachten, dass es grundsätzlich einer Klagseinbringung bedarf, um eine Verjährung des Anspruchs zu verhindern. Ein schlichtes Aufforderungsschreiben reicht hiezu nicht aus.
(Text von Mag. Stefan Lichtenegger, LL.M.)

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