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Achtung bei der Unterfertigung von Mietanboten!



Die Suche nach einer Wohnung, die sowohl leistbar ist, als auch den persönlichen Vorstellungen entspricht, kann sich oft mühsam und langwierig gestalten. In diesem Rahmen sehen sich Suchende immer wieder veranlasst, Mietanbote zu unterfertigen, um ein zwar nicht hundertprozentig, aber doch bisher am besten passendes Objekt vorübergehend zu „sichern". Dabei unterliegen diese Personen oft dem Irrtum, problemlos von dem einmal abgegebenen Mietanbot wieder zurücktreten zu können. Diese Rücktrittsmöglichkeit, welche sich aus der Bestimmung des § 30a Konsumentenschutzgesetz ergibt, besteht aber nur, wenn der Rücktritt binnen einer Woche nach der Vertragserklärung eines Verbrauchers erklärt wird. Während diese Frist noch vielen Wohnungssuchenden bekannt ist, ist ihnen aber nicht bewusst, dass weitere Voraussetzung dafür, dass überhaupt ein Rücktrittsrecht vorliegt, jene ist, dass das Mietanbot am selben Tag abgegeben wird, an dem das Vertragsobjekt das erste Mal besichtigt wurde sowie, dass es sich um den Erwerb einer Wohnung handelt, die zur Deckung des dringenden Wohnbedürfnisses eines Verbrauchers bzw. eines nahen Angehörigen dient. Bei Abgabe von Mietanboten sollte man demnach höchste Vorsicht walten lassen, da man sich schnell in einem bindenden Vertrag wiederfinden kann, aus dem es zumindest für eine gewisse Zeit kein „Entkommen" mehr gibt. Hat man demnach vor, eine längere Vertragsbindung einzugehen, ist im Hinblick auf das damit verbundene wirtschaftliche Risiko die Einholung einer Rechtsberatung, jedenfalls ratsam.
(Text von Mag. Stefan Lichtenegger, LL.M.)

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